Bambi & Birdy

Bambi & Birdy

Freitag, 31. Mai 2013

lasagnolove

Als Birdy mir vor 3 Jahren einen Spaziergang durch unsere verregnete, graue Innenstadt vorschlug,
hätte ich schon stutzig werden müssen...



 Der Spaziergang führte- oh Wunder- zum nahegelegenen Tierheim, wo dann er niedlichste Kater aller Zeiten auf uns wartete. Bis dahin hatte ich mich strikt geweigert die Möglichkeit eines Haustiers auch nur zu diskutieren- man hat mich vielleicht sogar Dinge sagen hören wie: „Ich bin überzeugt: Katzen sind der Teufel in Haustiergestalt!“ Ich habe mich immer mehr für einen Hundemensch gehalten, was nichts mit tatsächlichen Hunden zu tun hate, sondern mehr mit der Idee von ihnen (auf die gleiche Art halte ich mich für einen potenziellen Eiskunstläufer, oder eine mögliche Kriegsreporterin- ich mag die Idee, werde aber niemals, unter keinen Umständen, tatsächlich Schlittschuhe anziehen oder mit einem Tonbandgerät und Safari-Outfit in den Sudan reisen).
Im Tierheim lief ich über die Flure (während meine mutige beste Freundin sich ins Katzengehege wagte) und las an den Wänden Briefe, die von glücklichen Haustierbesitzern aus Sicht ihrer Tiere geschrieben und ans Tierheim geschickt worden waren. Ihr wisst schon ... "Ich, der kleine Bello, fühle mich pudelwohl in meinem neuen zu Hause..." (Bello ist, wie es der Wortwitz will, natürlich ein Pudel)...
"Hier spricht Max, das mutige Meerschweinchen. Munter mampfe ich Möhren und mümmel Müslistangen..." Selbstgerecht schüttel ich den Kopf, sog den Tiermistgeruch ein und schwor mir nie, niemals eine Katzenfrau zu werden und mein Herz nicht von einem fetten Kater erweichen zu lassen.
Drei Jahre später steht Bird fassungslos im Türrahmen: "Was machst du da? Ist das dein Ernst, du alter Softie?" Ich starre beschämt auf das pinke Briefpapier, in dessen Ecken ich kleine Bilder von Lasagno geklebt habe. "Liebes Tierheim. ich bin´s, Lasagno. Ich bin wohl auf. Fröhlich tapse ich durch meine neue Welt, schnupper an allem interessiert und schnurre zufrieden. Mein Futter habe ich zum Fressen gern und meine neuen Katzenmamas auch! Tatze hoch und schnuffelige Grüße, Lasagno!"

When Bird suggested a lovely walk through our rainy, gray city, I should have been skeptical right away. The walk led- what a surprise- to the local animal shelter, where the cutest cat on earth awaited us. Til then, I was strictly against pets- especially cats. I might have even uttered words such as: 'I believe cats are the devil, dressed up as pets!' I always considered myself more of a dog person, which has nothing to do with actual dogs but rather with the idea of them (in roughly the same manner, I consider myself a possible figure-scater , or a potential war-reporter- I like the idea but would never, under any circumstances actually put on scates or take my safari-outfit and a tape-recorder to Sudan).
At the shelter, I walked the corridors (while my brave best friend went into the cat compound) and looked at the countless, colorful letters, written from animals' perspectives. You get the idea...
'It's George, the gorgeous guinea pig. Gaily, I go from garden to guildhall, gnawing at gourds and ginger......'
I shook my head, smiling my most self-righteous smile. I took a deep breath- it smelled of dung- and promised myself to never, ever become a cat lady.
3 years later, it's Bird smiling self-righteously.
'What are you doing there, old softie?' Shamefaced, I stare at the pink letter in front of me. In the corners, I put tiny pictures of Lasagno.
'Dear shelter, it's me- Lasagno. I'm super, super happy here in my new home. I lumber from bed to my favorite bowl, always purring happily. I also love my cat mamas almost as much as I love playing with my cute wool mice. Paw up and have an amazing day, Lasagno.'
                                                                                           
    - Bambi -

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Aha, jetzt wird Max also auf Umwegen als Meerschweinchen in euren Blog eingeführt. Netter Versuch.
Lots of lvoe.
Mamecita

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